Die Melinda-Apfelseilbahn ist die weltweit erste Seilbahnanlage, die ausschließlich dem Transport von Obst dient. Sie wurde von der Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eingeweiht und verbindet die Verarbeitungsräume in Predaia mit den unterirdischen Kühlzellen im ehemaligen Bergwerk von Rio Maggiore, die sich in 300 Metern Tiefe befinden.
Diese unterirdischen Räume, in den Dolomitfelsen gehauen, funktionieren wie natürliche Kühlkammern: Dank der konstanten Temperatur des Untergrunds können bis zu 40.000 Tonnen Äpfel gelagert werden – mit einer Energieeinsparung von 30 % gegenüber herkömmlichen Lagerhäusern. Die 1,3 Kilometer lange Seilbahn kann 460 Behälter pro Stunde transportieren und ersetzt damit jährlich über 6.000 Lkw-Fahrten, was die CO₂-Emissionen erheblich reduziert.
Für dieses Projekt hat Larentis Lorenz mehr als 1.000 m² hinterlüftete Außenverkleidung aus lackiertem, gestrecktem Aluminiumblech realisiert. Bei einem Gebäude, das ursprünglich ausschließlich aus funktionalen Überlegungen im Zusammenhang mit der Seilbahninfrastruktur entstanden ist, erwies sich die hinterlüftete Blechverkleidung als ideale Lösung, um ihm einen klaren architektonischen Ausdruck zu verleihen.
Die in besonders kurzer Zeit abgeschlossene Maßnahme verbindet hohe technische Leistung mit einer zeitgemäßen Ästhetik, die sich harmonisch in die Landschaft des Nonstals einfügt. Die Struktur des gestreckten Blechs erzeugt ein dynamisches Spiel von Licht und Schatten, das sich im Tagesverlauf verändert und das technische Bauwerk in ein prägnantes architektonisches Element verwandelt – langlebig und optimal hinterlüftet.
Ein konkretes Beispiel dafür, wie sich Architektur, Funktionalität und Nachhaltigkeit zu einer harmonischen Gesamtlösung vereinen können.